11. Juni 2026

„Klimaneutral“ auf der Packung: was Marketingteams jetzt prüfen sollten

Kompensationshinweise allein tragen kaum noch. Ein Blick auf Formulierungen, die in der Praxis halten.

Viele Packungsflanken tragen noch den Hinweis „klimaneutral“ — oft mit Sternchen und einem Link zu einem Kompensationsprojekt. Für Kundinnen und Kunden klingt das klar; für Wettbewerbszentrale und Gerichte oft nicht.

Entscheidend ist, ob die Aussage den tatsächlichen Fußabdruck der Ware beschreibt oder nur einen Kauf von Zertifikaten. Wenn Kompensation der Kern ist, muss das sichtbar und verständlich neben dem Claim stehen — nicht erst nach drei Klicks.

Praktisch hilft eine Checkliste: Welche Lebenszyklusphasen sind einbezogen? Liegt eine aktuelle Berechnung vor? Wird der Ausgleich jährlich erneuert? Fehlt eine dieser Antworten, ist der Claim für den Launch riskant.

Besser als ein großer Absolutclaim sind oft relative, belegte Aussagen: Anteil erneuerbarer Energie in der Produktion, gemessene Emissionsreduktion gegenüber einem klar definierten Vorjahr, oder der Verzicht auf ein bestimmtes Material.

Dataworkspace empfiehlt, Packungstexte und Online-Erklärung parallel freizugeben. Sonst entsteht genau die Lücke, die Abmahnungen ausnutzen.

Schlagworte: Green Claims, Packung

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