6. März 2026
Nachweise organisieren, bevor die Agentur den Claim setzt
Eine schlanke Nachweisakte spart Freigaberunden — und verhindert Claims, die niemand belegen kann.
Viele Abstimmungen scheitern nicht am Willen, sondern an fehlenden Dateien. Die Agentur schreibt „aus nachhaltiger Forstwirtschaft“, das Produktteam sucht noch die Lieferantenerklärung.
Eine brauchbare Nachweisakte braucht keine Software-Landschaft. Ein Ordner pro Claim mit vier Feldern reicht oft: Aussage, Quelle, Datum, Verantwortliche Person. Dazu ein Status: belegt, in Prüfung, verworfen.
Wir sehen in Claim-Prüfungen regelmäßig, dass ältere Zertifikate noch in Texten stehen, obwohl die Lieferkette gewechselt hat. Ein vierteljährlicher Abgleich zwischen Einkauf und Marketing verhindert genau das.
Für Social-Captions gilt dieselbe Disziplin wie für Packungstexte. Kurze Claims verbreiten sich schneller als die dazugehörige Fußnote — und genau deshalb brauchen sie dieselbe Belegbasis.
Wer Nachweise vor dem Briefing an die Agentur übergibt, spart Korrekturschleifen. Das ist unspektakulär — und spürbar günstiger als eine nachträgliche Claim-Bereinigung nach Launch.
Schlagworte: Prozesse, Nachweise